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25 Jahre Deutsches Film- und Fototechnik Museum
Eine in Deutschland in ihrer Vielfalt einmalige Präsentation wegweisender Bild und Tonaufzeichnungstechniken!

 

Das Interesse der Öffentlichkeit am Deutschen Film- und Fototechnik Museum in Deidesheim wächst ständig. Hier finden Sie Presse- und Fernsehberichte, sowie Infos über das Museum.

 

 

Der nachfolgende Artikel erschien in der "BASF Wohnen + Bauen", Ausgabe 1-2016

BASF_Wohnen_Bauen





 

Artikel in der Rheinpfalz, Ausgabe Mittelhaardt, vom 07. September 2015.
Im letzten Absatz muss es "Winzerverein" heißen statt "Wanderverein".

 

 

 

 

1-Börse

 

 

 

 

 

 

Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Dr. Wolfgang Immel, Leiter des Deutschen Film- und Fototechnik-Museums Deidesheim!

 

 

Verleihung

 

v.l.n.r.:
Hans-Ulrich Ihlenfeld, Landrat des Landkreises Bad Dürkheim, Walter Schumacher, Staatssekretär im Kultusministerium Rheinland-Pfalz (hat die Verleihung vorgenommen), Theo Hoffmann, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Deidesheim,
Dr.-Ing. Wolfgang Immel, Leiter des Deutschen Film- und Fototechnik-Museums Deidesheim, Manfred Dörr, Bürgermeister der Stadt Deidesheim

 

 

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BFK

Laudatio des Herrn Staatssekretärs Walter Schumacher anlässlich der Überreichung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland am Dienstag, den 8. Juli 2014 dem Museumsleiter und Gründer Herrn Dr. Wolfgang Immel:


Sehr geehrter Herr Dr. Immel,

Herr Bundespräsident Gauck hat Ihnen, Herr Dr. Wolfgang Immel, das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Ich darf Ihnen heute im Rahmen dieser Feierstunde diese hohe Auszeichnung überreichen. Dies tue ich ausdrücklich auch im Namen von Frau Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Frau Ministerin Doris Ahnen, deren herzliche Glückwünsche ich Ihnen übermitteln darf.

Wahrscheinlich wird heute so viel fotografiert und gefilmt wie niemals zuvor, aber der Fotoapparat und die Filmkamera spielen dabei eine immer geringere Rolle. Die klassische analoge Kamera fristet inzwischen ein Nischendasein bei den Amateur- und professionellen Fotografen, die auf das klassische Aufnahmemedium der analogen Bildaufzeichnung, den fotografischen Film, nicht verzichten wollen.
Die Super 8-Kamera, die in den 1960er bis 1980er Jahren den Deutschen dazu verhalf, Urlaubserinnerungen nicht nur im statischen Dia, sondern auch im bewegten Film festzuhalten, ist schon mit der Videotechnik praktisch ausgestorben.
Die Omnipräsenz des Handys, dann des Smartphones, das ständig zur Hand oder buchstäblich in der Hand liegt, erlaubt es, „aus der Hüfte“ Bilder zu schießen, diese ins Netz zu stellen und somit einem Publikum zu präsentieren, das bis in die Hunderttausende, ja in die Millionen gehen kann, während „die schönsten Urlaubsbilder“ an einem Dia-Abend höchstens ein Dutzend Bekannte mehr oder minder erfreuen konnte.
Die Fähigkeit, ständig Bilder produzieren zu können, ist für uns selbstverständlich. Das Wissen um die physikalischen Vorgänge, die hinter der Digitalkamera des Smartphone stehen, sicher nicht (so wie wahrscheinlich vielen von uns die optischen und chemischen Vorgänge bei der analogen Fotografie verborgen geblieben sind).
Aber wir können unserer Unkenntnis abhelfen: Das Deutsche Film- und Fototechnik Museum Deidesheim hat sich seit seiner Gründung der Aufgabe der museumspädagogischen Vermittlungsarbeit angenommen und sie neben der klassischen Museumsarbeit - Sammeln, Bewahren, Forschen, Präsentieren - immer stärker als Verpflichtung angesehen.

Das Museum ist zu einem wichtigen außerschulischen Lernort geworden. Aber ohne seinen Fundus, ohne seine aussagekräftigen Exponate kann kein Museum die anschauliche Vermittlung am Objekt leisten. Am Anfang steht nun einmal das Sammeln und Bewahren.

Sie, sehr geehrter Herr Dr. Immel, haben Anfang der 1970er Jahre mit dem Sammeln von Filmkameras begonnen, die Sie kauften und tauschten, und so kam bis Anfang der 1980er Jahre eine Sammlung von 460 Kameras zustande. Zusammen mit einer weiteren Privatsammlung wurde damit der Grundstein des Museums für Film- und Fototechnik gelegt, 1982 der Trägerverein gegründet und nach achtjähriger Aufbauphase im Jahre 1990 das Museum in einem Gebäude, das die Stadt Deidesheim dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hatte, eröffnet.

1997 konnte die Ausstellungsfläche auf die doppelte Größe erweitert werden und 2000 der neue, der Filmtechnik gewidmete Ausstellungsteil, seine Pforten öffnen.

Das Museum ist heute mit seinen mehr als 4000 Exponaten eine von
allen Experten über Landes-, ja Bundesgrenzen hinweg anerkannte, als herausragend bewertete, wirklich umfassende Dokumentation der Geschichte der Foto- und Filmtechnik. Aber es versteht sich eben nicht als bloße Sammlung. Die wissenschaftliche Aufarbeitung und die didaktische Aufbereitung, die Anbahnung von Kontakten zu Schulen und Hochschulen und das Heranführen junger Menschen, auch von Kindern im Vorschulalter, an die gezeigten Techniken spielen - wie gesagt - eine ganz zentrale Rolle.

Sie, Herr Dr. Immel, sind seit den Anfängen Motor und Seele dieses Museums, sei es als sein Direktor, sei es als Vorsitzender des Trägervereins. Sie haben unzählige Stunden Ihrer Freizeit in dieses „Ihr Lebenswerk“ investiert und damit vielen, vielen Menschen die Entwicklungsgeschichte der Film- und Fototechnik nahegebracht.
Die Entwicklung der Technik, gerade auch der Film- und Fototechnik ist ein konstitutiver Bestandteil der deutschen Kulturgeschichte, genauso wie die großen Werke der Bildenden Kunst, der Architektur, der Musik oder der künstlerischen Fotografie eines Jacob oder Theodor Hilsdorf, August Sander oder Robert Häusser. Dies herauszustellen, ist ja auch eines Ihrer Anliegen.

Mit Namen von Unternehmern und Erfindern wie Carl Zeiss, Ernst Abbe, Josef Schneider, Otto Schott, Ernst Leitz oder dessen Mitarbeiter Oskar Barnack, der vor genau 100 Jahren mit der
„Ur-Leica“ die erste Kleinbildkamera der Welt schuf und zur „Demokratisierung“ der Fotografie beitrug, sind bekanntlich bahnbrechende Entwicklungen der Fototechnik verbunden.

Das dritte F, das Fernsehen, hätten Sie gern angesichts seiner wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Bedeutung angemessen in einem nationalen Museum präsentiert gesehen, zusammen mit der ihm vorausgehenden Foto- und Filmtechnik. Diese Initiative lässt sich derzeit nicht realisieren, aber ich bin gewiss, dass der Tag kommen wird, an dem auch die Fernsehtechnik die entsprechende museale Würdigung erfährt.

Zunächst aber möchte ich Ihnen auch im Namen von Frau Ministerpräsidentin Malu Dreyer und von Frau Ministerin Doris Ahnen ganz herzlich für Ihr großartiges Engagement danken und Ihnen zu der hohen Auszeichnung gratulieren, die Ihnen Herr Bundespräsident Joachim Gauck verliehen hat, dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Ohne bürgerschaftliches Engagement gäbe es einen großen Teil der
Museen in Rheinland-Pfalz nicht. Landesmuseen wie die in Mainz und Trier, Museen in Trägerschaft von Stiftungen und Kommunen wie das Historische Museum der Pfalz in Speyer, das Römisch-Germanische Zentralmuseum, das Naturhistorische Museum Mainz und das Pollichia-Museum Bad Dürkheim, die Museen von Worms, Alzey, Koblenz, Bad Kreuznach und viele, viele andere gäbe es nicht ohne das Wirken von Vereinen und Einzelpersonen.

Dieses Engagement, dem die Museumsgründungen des 19. Jahrhunderts zu verdanken sind, ist auch im 21. Jahrhundert noch lebendig, wie Ihr Beispiel, sehr geehrter Herr Dr. Wolfgang Immel, zeigt.

Ich wünsche Ihnen persönlich alles Gute, Ihnen und Ihren Mitstreitern im Deutschen Museum für Film- und Fototechnik, dass das Museum auch weiterhin eine gute Entwicklung nimmt und es Ihnen gelingt, den jungen und den nicht mehr ganz so jungen Besucherinnen und Besuchern die Film- und Fototechnik und ihre physikalischen Grundlagen nahezubringen und ihnen so zu helfen, ein Stück ihrer und unserer tagtäglichen Realität besser zu verstehen.

 

 

 

 

 

 

Beck_HE

 

Neustadter Stadtanzeiger, 14.05.2014

 

 

 

RP-fertig

 

Die Rheinpfalz, 29.08.2013

 

 

 

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Speyerer Morgenpost, 11. Mai 2013

 
 
 
 
 
 
 

 

 
 
 
 
 

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